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Test
Mario & Luigi: Abenteuer Bowser Test
Artikel erstellt von Yoshi am 18.10.2009 | 0 Kommentar(e)
Cover
USK
Medium:
Modul
Genre:
Rollenspiel
Entwickler:
Alpha Dream
Publisher:
Nintendo
Release:
09.10.2009
Release-Preis:
ca. 40 EUR
Spieler:
1
Screenshots:
Seiten (2): [1] | 2 | weiter

Die Mario-Rollenspiel-Reihe hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Nach dem ersten Super Mario RPG aus dem Hause Square verstritten sich Nintendo und die japanische Rollenspiel-Schmiede und so stand ein Nachfolger lange nicht zur Debatte. Doch Nintendo erkannte die Möglichkeiten der Idee und gab diese an das hausinterne Team von Intelligent Systems weiter. Das Ergebnis war Paper Mario, das bis heute zwei Nachfolger verzeichnen kann. Doch damit nicht genug, beauftragte man auf dem Game Boy Advance zudem das junge Team Alpha Dream, das einige Entwickler des ersten Mario-Rollenspiels aufgenommen hatte, einen eigenen Ansatz für die Rollenspiel-Reihe mit dem Klempner auszuprobieren. So entstand Mario & Luigi, dessen nunmehr dritter Teil dieser Tage erschienen ist. Je nach Zählweise handelt es sich also um das dritte oder das siebte Spiel seiner Reihe. Egal, wie man zählt, entscheidend ist, ob der Titel schlussendlich Spaß macht. Ob Mario & Luigi: Abenteuer Bowser dieses entscheidende Kriterium erfüllt, klärt der nachfolgende Test.

Das Pilzkönigreich wird von einer schrecklichen Krankheit heimgesucht, die Toads extrem fett werden lässt und auf Grund ihrer rasenden Verbreitung den Fortbestand des Reichs stark gefährdet. Während Peach und andere Vertreter des Königreichs beraten, wie diese Krankheit entstanden sein könnte, macht Bowser unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Grund allen Übels. Ein hinterlistiger kleiner Kauz mit Sprachfehler verscherbelt nämlich im Wald ungesunde Pilze, die all jenen schaden, die von ihm kosten. Auch Bowser fällt auf den Trickbetrüger herein und verschlingt einen dieser Pilze. In Konsequenz wird Bowser zwar nicht unsagbar dick, stattdessen wird er aber zu einem lebenden Staubsauger. Mit dieser Kraft versehen verschluckt er Mario, Luigi, Peach und eine ganze Menge weitere Dinge, auf die der Verdauungstrakt einer Schildkröte nicht ausgelegt ist. In Konsequenz fällt Bowser in Ohnmacht und der Pilzverkäufer kann ohne Widerstand das ganze Pilzkönigreich mitsamt Bowsers Schloss einnehmen. Nun ist es an Mario und Luigi, Bowser wieder auf Vordermann zu bringen, wohingegen dieser versuchen muss, sein Schloss und mittelbar auch das ganze Pilzkönigreich vor dem üblen Eindringling zu retten.

Im Spiel übernimmt man also sowohl die Kontrolle über Mario und Luigi, als auch über deren Erzfeind Bowser. Auch wenn das Spiel meist über die Story vorgibt, ob man Mario und Luigi in Bowsers Magen oder Bowser selbst steuern soll, hat man dabei meist die freie Wahl, welche der beiden Optionen man wählt. Sowohl Mario und Luigi, als auch Bowser lassen sich mit dem Steuerkreuz in alle Himmelsrichtungen steuern. Bowsers Magen ist allerdings strikt in der zweiten Dimension organisiert, so dass Mario und Luigi - solange sie in Bowsers Magen sind - auf die Richtungen links und rechts beschränkt sind. Bowser hingegen stapft frei durch die Oberwelt, sofern er sich nicht auf Grund seines eigenen Egos mal wieder in eine missliche Lage manövriert hat. Mit Hilde des A- bzw. B-Knopfes kann man Mario bzw. seinen Bruder springen lassen. Später kann man mit Hilfe der R-Taste zwischen verschiedenen Funktionen für A und B durchscrollen, denn alle wichtigen Fähigkeiten der Vorgänger wie der Schlag mit dem Hammer oder der Wirbelsprung kehren auch im dritten Ableger der Reihe wieder zurück. Mit X und Y kann man hingegen Bowsers Angriffe steuern. Bowser kann nicht springen, aber dafür kräftig zuschlagen und Feuer spucken. Mit Hilfe von A und B kann man, wenn man als Bowser unterwegs ist, zu Mario wechseln, wenn man in der Haut der Italiener steckt, mit Hilfe von X und Y wieder zurück zu Bowser wechseln. Das Spielprinzip ist natürlich im Vergleich zu den beiden Vorgängern nicht radikal geändert worden, doch die Idee, hauptsächlich mit Bowser durch die Oberwelt zu laufen und ihn dabei von innen heraus zu unterstützen, ist nicht nur sehr skurril, sondern zudem auch sehr gut umgesetzt worden. So entstehen eine Menge sehr unterhaltsamer Szenen, die dem Spieler den einen oder anderen Lacher abringen werden. Die Oberwelt ist, genau wie Bowsers Inneres, mit einer Menge Rätsel und Geschicklichkeitspassagen gespickt und wem das nicht reicht, erhält zusätzliche Abwechslung über die zahlreichen Minispiele im Spiel. Egal ob man Bowsers Muskeln durch mechanische Einwirkung stärken muss, Karotten verdauen oder ungeahnte Kräfte durch Adrenalinschübe freisetzen muss, immer wenn man denkt, man habe alles im Spiel gesehen, setzen die Entwickler noch eins drauf.

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