Nintendo hat auf dem DS bereits einige herausragende 2D Jump & Runs veröffentlicht, allen voran
Yoshis Island DS und
New Super Mario Bros. gehören hier genannt. Doch der heimliche Liebling
Nintendos ist offenbar Kirby, denn kein anderer Jump & Run-Held hatte schon so viele Auftritte auf dem Dual Screen. Nach dem exzellenten und innovativen Kirby Power-Malpinsel erschien mit
Kirby Mausattacke ein klassisches, aber nagelneues Jump & Run rund um die rosa Kugel. Doch damit noch nicht genug, dieser Tage erscheint mit
Kirby Super Star Ultra auch noch ein Remake eines alten Klassikers des Super Nintendo, der hierzulande unter dem Namen Kirby Fun Pak erschienen ist. Doch lohnt sich dieses Remake, oder handelt es sich eher um eine verzichtbare Ergänzung des Line-Ups im Genre der Jump & Runs des Nintendo DS? Dieser Frage geht der nachfolgende Test nach.

Bevor man sich in das eigentliche Spiel stürzt, kann man zunächst in einem Tutorial die Steuerung erlernen. Wer bereits ein Kirby-Spiel gespielt hat, wird allerdings nicht viel Neues lernen und kann das Tutorial somit auch überspringen. Mit dem Steuerkreuz bewegt man Kirby nach links und rechts, der A-Knopf dient zum Springen. Drückt in der Luft wiederholt den A-Knopf oder den Y-Knopf, so bläst Kirby sich auf und kann dadurch fliegen. Wie es sich für einen echten Helden gehört, ist diese Flugzeit auch nicht beschränkt, so dass man beliebig lange fliegen kann. Allerdings ist die Geschwindigkeit in der Luft nicht sehr hoch, so dass man zwar nicht sonderlich geschickt springen braucht, da man Sprungfehler relativ einfach korrigieren kann, aber doch nicht unnötig durch die Luft schweben sollte. Kirbys Saugkraft ist also unverändert gegeben, so dass Kirby mit dem B-Knopf Gegner einsaugen kann. Hat Kirby einen Gegner im Mund, kann er diesen per Druck nach unten auf dem Steuerkreuz verdauen. Manche Gegner verfügen über spezielle Fähigkeiten, die Kirby sich auf diesem Wege aneignen kann. Insbesondere machen diese Fähigkeiten Kirby stärker, zudem können sie aber auch verwendet werden, um kleinere Rätsel im Spiel zu lösen. Zu guter Letzt kann man, wenn man eine Fähigkeit erlangt hat, per Druck auf den X-Knopf einen Partner-Charakter in die Spielwelt setzen, der mit den Fähigkeiten des ehemaligen Gegners bestückt automatisch an Kirbys Seite kämpft.

Das Spiel ist, anders als die meisten Kirby-Spiele, nicht linear in einem Stück organisiert, sondern ist stattdessen in mehrere Teile unterteilt, die sich spielerisch teilweise merklich unterscheiden. Zu Beginn steht nur der Spielabschnitt „Frische Brise“ zur Auswahl, der sich inhaltlich an Kirbys erstem Abenteuer, Kirbys Dreamland, orientiert, aber sehr kurz und leicht ist - im Grunde nur der Einführung ins Spiel dient. Dieser Modus ist zugleich der klassischste Modus im aktuellen Kirby-Spiel. Hat man diesen Modus abgeschlossen, so stehen eine Reihe weiterer Modi zur Auswahl, die sich spielerisch und im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. In „Dyna Blade“ muss man einen riesigen Vogel daran hindern, die Ernte des Landes zu vernichten und kann die Level des Modus über eine Oberweltenkarte auswählen. Für Rätselfreunde ist das Höhlen-Abenteuer wohl die beste Wahl. In vier Abschnitten soll man insgesamt 60 Schatztruhen auflesen und auf dem Weg eine ganze Reihe von Endgegnern schlagen. Zu Beginn ist das Höhlen-Abenteuer wenig spektakulär, später sind aber ein paar Truhen durchaus interessant versteckt, so dass man die verschiedenen Fähigkeiten, die man im Spiel erwerben kann, sinnvoll einsetzen muss.